Route 9 – Südflämingroute – Radwanderweg
Radwanderroute 9 – entlang der Orte
Apollensdorf – Braunsdorf – Straach – Berkau – Kerzendorf – Boßdorf – Weddin – Jahmo – Köpnick - Woltersdorf – Zahna
etwas abseits der Radwanderroute inmitten des südlichen Fläming gelegen: Dobien – Schmilkendorf – Mochau – Grabo
Radwandern entlang der Mitteldeutschen Kirchenstrasse
Allgemeine Wegebeschreibung
Der Fläming
Sanfte Hügel, ausgedehnte Wälder, versteckte Dörfer, umgeben von farbenprächtigen Wiesen und Äckern, verleihen dem Fläming seinen ureigenen Charakter.
Als nördlichste Erhebung Deutschlands vor dem Meer durchzieht der waldreiche Fläming mit Erhebungen bis zu 200 m auch den nördlichen Teil des Landkreises Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Überbleibsel der letzten Eiszeit, oftmals in Form von tonnenschweren Findlingen, prägen das Landschaftsbild. Sie sind steinerne Zeugen von einstmaligen Naturgewalten. Nördlich der Elbe gelegen bis in den Südraum von Berlin reichend, gilt der Fläming auch als Naherholungsgebiet für die Hauptstädter.
Wer sich als Wanderer auf Entdeckungsreise begibt, wird die vielen kleinen Feldsteinkirchen in den Flämingdörfern wahrnehmen – Kirchen, die vor 850 Jahren von flämischen Siedlern errichtet wurden und noch heute das Ortsbild prägen.
Der Fläming, das bedeutet Liebe auf den zweiten Blick. So empfindet es der Naturfreund. Beim näheren Betrachten und mehrmaligen Besuch, kann er nicht mehr loslassen von jener Landschaft. Er muss sie einfach lieb gewinnen. Der inzwischen als Naturpark ausgewiesene Landstrich wird von zwei bedeutenden internationalen touristischen Radwegen durchzogen – der R1 (Calais-Berlin-St. Petersburg) und der Radweg Berlin-Leipzig.
Apollensdorf am Elberadweg gelegen bildet den Ausgangspunkt der etwa 35 km langen Kirchenstraßenroute 9 (Südflämingroute).
Neben dem 127 m hohen Apollensberg und dem dazugehörigen Naturlehrpfad sollte man einen Besuch der Flämingkirche Braunsdorf und der 1000-jährigen Kreuzkirche von Zahna einplanen. Auch der Skulpturenpark „Gastmahl der Engel“ im nahe gelegenen Bülzig ist eine Visite wert.
Eine Exkursion in den Fläming – dies bedeutet gleichzeitig eine interessante Mischung von noch intakter Natur, lebendigem Handwerk und traditionalem Brauchtum. Das Tragen der Flämingtracht oder die Pflege der niederdeutschen Mundart „Fläming platt“, dem niederländischen verwandt, kann man bei dem alljährlich stattfindenden Flämingfrühlingsfest (Letztes Wochenende im April) noch erleben.
Noch zählt der Fläming nicht zu großen Reiseregionen Deutschlands. Als Geheimtipp gilt er indessen schon jetzt.
von Rainer Schultz – Lutherstadt Wittenberg


Die Mitteldeutsche Zeitung widmet sich am 10.07.2010 in einem Artikel der Sanierung der um 1200 gebauten Berkauer Kirche. Nach Jahren der Notsicherung hat die Dorfkirche zumindest äußerlich ihre Schönheit wieder gewonnen. Das Dach ist neu gedeckt, die Feldsteine der Fassade sind frisch verputzt und im Inneren der Kirche wurde schon viel getan, nachdem in den 70ziger Jahren die ehemals im klassizistischen Stil gehaltene Inneneinrichtung entfernt wurde.
Nun findet am 18.07.2010 um 15.00 Uhr eine erste Veranstaltung in diesem Gotteshaus nach jahrelanger Nichtnutzung wieder statt. Das Vokalensemble “Chordae Felicae” tritt mit Liebesliedern auf.
Ein Konzept für diese Dorfkirche sieht vor, dass sie nach Fertigstellung der Sanierungarbeiten wieder als Kirche und Trauerhalle genutzt werden soll. Ebenfalls soll eine heimatgeschichtliche Ausstellung zu Leben und Werk von Pastor Bölke hier gezeigt werden.
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