Radfahrerkirche – Schifferkirche Priesitz am Elberadweg
Die Schifferkirche von Priesitz befindet sich auf einer Wiese etwa 300m östlich vom Dorf. Sowohl durch ihre Lage als auch durch ihr Aussehen unterscheidet sie sich von anderen Sakralbauten der Gegend. Unmittelbar am Elbstrom gelegen, diente die kleine Kirche früher als Andachtstätte für Schiffer, Fischer und Treidler.
Außerdem stellte sie ein Bindeglied zwischen benachbarten Völkern, den Tschechen und den Deutschen, dar.Die ungewöhnliche Lage ist außerdem Zeugnis des ursprünglichen Dorfkernes, welcher später auf das weniger überchwemmungs-gefährdete Hochufer verlegt wurde.
Die Kirche besteht aus Feldsteinmauerwerk und ist ein flachgedeckter, chor- und turmloser Saalbau. Der niedrige Glockenstuhl aus Fachwerk befindet sich an der Westseite.
Die Entstehungszeit liegt im 13. Jh. Die Kirche besitzt einen rechteckigen Innenraum mit einer Balkendecke. Das Kirchenschiff ist im Kern romanisch (13. Jh.). Die steinerne Kanzel mit rundem Kanzelkorb und vertieften Rechteckfeldern stammt aus dem 17. Jh.
Bemerkenswert ist der dreiteilige, spätgotische Flügelaltar mit geschnitzten Figuren aus dem 17. Jh. Er wurde von Fischern gestiftet und aus Böhmen hierher gebracht. Neben der Kirche befindet sich ein klassizistisches Grabmahl für Johann George Lehmann und seine Ehefrau.
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