Friedersdorf liegt unmittelbar an der B100, 5 km östlich von Bitterfeld. Ein Teil des Ortes grenzt direkt an den Muldestausee. Gute Bahnverbindungen von Muldenstein nach Berlin, Halle und Leipzig, ebenso Busverbindung nach Bitterfeld, Wolfen und Dübener Heide.
Sehenswürdigkeiten: Evangelische Kirche – gotischer Baustil.
Die Friedersdorfer Kirche wurde am 20.07.1899 eingeweiht. Sie ist eine einschiffige Kirche im neugotischen Baustil. Das Gewölbe des Kirchenschiffes wurde als Kreuzrippengewölbe aus gebrannten Formziegeln in rötlichem Farbton ausgeführt. Das Deckengewölbe ist mit Blumenranken bemalt und ist original erhalten. Die Wände der Kirche sind einfarbig gehalten. Unter der Empore befindet sich die Winterkirche.
Die denkmalgeschützte Dorfkirche zu Greudnitz wurde im Stil einer neugotischen Saalkirche errichtet und 1849 fertiggestellt. Der Backsteinbau verfügt über einen westlichen Giebelreiter sowie über mehrere Ziergiebel. Im Inneren befindet sich eine einfache Holzbalkendecke. Auffällig ist vor allem die polygonale Apsis mit einem Kreuzrippengewölbe. Die Innenausstattung stammt einheitlich aus der Erbauungszeit.
Die Prettiner Kirche ist eine hochgotische, dreischiffige Hallenkirche des frühen 14. Jh.s aus Backstein mit vorstehendem Querschiff. Die erste schriftliche Erwähnung der Kirche findet sich in einer Urkunde von Witigo, Bischof von Meißen, am Tag vor Allerheiligen 1315. Vermutlich liegt die Gründung aber mindestens 100 Jahre früher. Gebaut wurde sie als Kreuzkirche. Die Seitenschiffe wurden erst 1582 angefügt. Man betritt die Kirche durch ein Renaissanceportal aus dem Jahr 1609. Älteste Teile am Äußeren der Kirche sind zwei als Köpfe ausgebildete Sockel an den äußeren Strebepfeilern des südlichen Altarraumes.
Die evangelische Kirche zu Elster ist ein Backsteinbau im Rundbogenstil und wurde im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen der Region erst im Jahre 1871 errichtet. Auf Grund der wechselvollen Geschichte des Ortes Elster (Überflutungen durch Hochwasser der Elbe, der 30-jährige Krieg, Brand) hatte die jetzige Kirche schon einige Vorgängerbauten. Heute ist die Kirche ist ein typischer historisierender Saalbau.
Der Ort Axien wurde im Jahre 965 das erste Mal urkundlich unter dem Namen Wazgrini aufgeführt. Die Gegend um den landwirtschaftlich geprägten Ort ist durch eine einzigartige Elbauenlandschaft gekennzeichnet.
Selbst Martin Luther war im Jahre 1529 schon zu Gast in “Axyn” an der Elbe. Die Kirche Axien ist wegen der Kalkmalereien im Chorraum eine der wertvollsten Kirchen im mitteldeutschen Raum. Sie wurde während der Christianisierung um 1170 erbaut.
Der Ort Seyda ist eine ursprünglich dörfliche Siedlung des späten 12. Jahrhunderts. Er entstand im Schutz der Burg der Schenken von Landsberg, die um 1235 errichtet wurde. Im Jahre 1501 fiel Seyda durch Kauf an Kursachsen.
Die romanische Kirche “St. Peter und Paul” (ursprünglich “Zum Heiligen Kreuz”) in Seyda gehört zu den ältesten Kirchen in der Region. Teile der Grundmauer sind über 800 Jahre alt. Die älteren Feldsteine kann man heute noch an der Nordwand sehen. Eines der ältesten Stücke ist ein gotischer Grabstein, der als Motiv ein Mädchen zeigt.
Das Dorf Gadegast, das seinen Namen von den Wenden, einer im 11./12. Jh. in der Region um Wittenberg siedelnden Volksgruppe aus dem Osten, erhielt, zählt etwa 250 Einwohner.
Die Kirche von Gadegast, ein Granitquaderbau mit eingezogenem Chor und Apsis, kann auf eine über 800-jährige Geschichte verweisen. Sie wurde in der ersten Hälfte des 13. Jh.s errichtet. Viele romanische Architekturmerkmale prägen den Stil dieser schönen Dorfkirche.
An der Nordseite des Marktplatzes von Jessen steht die evangelische Stadtkirche “St. Nikolai”. Nach dem Brand im Jahre 1646 und dem Einsturz des Westturmes 1657 wurde die Kirche bis 1662 wieder neu errichtet. St.Nikolai wird geprägt durch einen großen Rechtecksaal mit seitlichen, kreuzförmig wirkenden Anbauten und einem vorgestellten Westturm. Sie vereinigt mehrere Stile und Epochen.