Laut einer durch die spätere Vorhalle verdeckte Inschrift am Westportal wurde die Kirche im Jahre 1755 errichtet, wohl in Nachfolge eines Vorgängerbaus. Das Mauerwerk besteht aus einem bunten Konglomerat von gelben und roten Backsteinen, Feldsteinen und Raseneisenstein – der Turmaufsatz im Westen aus verblendetem Fachwerk mit einer Bronzeglocke aus dem Jahre 1926. Die Innenausstattung ist schlicht.
Erstmals wird der Ort im Lehnbuch Friedrich des Strengen 1349 erwähnt, doch hat gewiss schon früher eine Siedlung bestanden. Das älteste Gebäude ist zweifellos die Kirche. Sie befindet sich am nördlichen Ende des Angers, etwas seitlich verrückt mit dem Schiff in Ost-West-Richtung.
Sie ist romanischen Ursprungs, was man an den romanischen Bruchsteinmauern noch erkennen kann. Sie entstand im 13. Jh. und war kleiner als heute. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche fast vollständig zerstört und ab 1648 begann man stückweise mit dem Wiederaufbau. Die Kirche war Patronatskirche. Mit dem Umbau wurde 1740 begonnen. Die Innenausgestaltung erfolgte im spätbarocken Stil.
Im Jahre 1256 wurde das erste romanische Gotteshaus in Petersroda erbaut. An der Südwand sind noch heute der alte Eingang und romanische Fenster erkennbar.
1576 wird die neue Kirche im gotischen Stil errichtet. 1872 erhält der Kirchturm eine achteckige Haube. Durch einen Brand wird die Kirche 1888 zum Großteil zerstört.
1928 werden drei neue Glocken aufgehängt. Das Glockenspiel galt als das schönste im Kreis Bitterfeld. Für Kriegszwecke wurden die Glocken jedoch 1943 eingezogen. Ihr Verbleib ist bis heute ungeklärt.
Die Geschichte von Löbnitz ist über viele Jahrhunderte eng mit der Kirchengeschichte verbunden. Aus dem Jahre 1185 datiert auch die erste Erwähnung einer Backsteinbasilika – 1296 wird ein Pfarrer namens Ullrich in alten Dokumenten erwähnt. Doch die Kirche ist wesentlich älteren Datums, denn schon 981 wird der Bau des romanischen Kirchturmes in einer Urkunde erwähnt.
Die barocke Saalkirche mit östlichem Dachreiter und Westturm wurde 1739 anstelle eines älteren Baues aus dem 16. Jh. errichtet.
Der Innenraum ist von einer schlichten zurückhaltenden Schönheit, die sich erst auf den zweiten Blick entfaltet. Die flache Putzdecke ist mit Stuckprofilen sparsam gegliedert. Vor dem einfachen Altar mit wandartigem, klassisch barockem Portikuskanzelaufsatz aus Holz und einem fünfseitigem Kanzelkorb steht ein Sandsteintaufbecken aus dem Jahre 1591, welches aus dem älteren Vorgängerbau stammt.
Auch die kleine Kirche in Labrun wurde im Jahre 2002 von der so genannten “Jahrhundertflut” heimgesucht. Bei der damaligen Schadensaufnahme stellte sich heraus, dass dieses Bauwerk vom Hausschwamm in den letzten Jahrzehnten schwer beschädigt wurde. Die tragende Fachwerkkonstruktion war fast nicht mehr vorhanden. Es bestand Einsturzgefahr. Durch das Überputzen des Fachwerkes blieb der Schaden so lange unbemerkt.
Es mußte schnell gehandelt werden.
Friedersdorf liegt unmittelbar an der B100, 5 km östlich von Bitterfeld. Ein Teil des Ortes grenzt direkt an den Muldestausee. Gute Bahnverbindungen von Muldenstein nach Berlin, Halle und Leipzig, ebenso Busverbindung nach Bitterfeld, Wolfen und Dübener Heide.
Sehenswürdigkeiten: Evangelische Kirche – gotischer Baustil.
Die Friedersdorfer Kirche wurde am 20.07.1899 eingeweiht. Sie ist eine einschiffige Kirche im neugotischen Baustil. Das Gewölbe des Kirchenschiffes wurde als Kreuzrippengewölbe aus gebrannten Formziegeln in rötlichem Farbton ausgeführt. Das Deckengewölbe ist mit Blumenranken bemalt und ist original erhalten. Die Wände der Kirche sind einfarbig gehalten. Unter der Empore befindet sich die Winterkirche.