Kirche zu Welsau am Torgischen Weg nach Bad Düben
“Das Wort des Herrn stehet in Ewigkeit” – mit diesen Worten wird man am Nordeingang der Kirche in Welsau empfangen. Der Grundstein zum Bau der Kirche wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jh.s gelegt. Das Mauerwerk stammt größtenteils aus der romanischen Entstehungszeit um 1250. In der gotischen Zeit um 1500 wurde eine Holzbalkendecke mit schöner Profilierung eingezogen. Die Kanzel, ebenfalls aus Holz, hat einen kronenartigen Schalldeckel. In der Farbgestaltung ähnelt sie dem Altar. Von außen ergibt sich eine merkwürde Raumordnung, der Turm steht zwischen Chor und Kirchenschiff. dadurch erhält die Kirche ihr eigenes Gepräge. Der Turmraum hatte ursprünglich keine Decke, d.h. der Durchblick bis zu den Glocken war möglich. Die Läuteseile hingen bis in den Kirchraum hinein und die Glocken konnten direkt in das Gottesdienstgeschehen mit einbezogen werden. Der Altar ist ein Holzschnitzwerk und ein Meisterstück der Rokokozeit und wurde wahrscheinlich 1735 in Dresden gefertigt. Dem Betrachter fällt das schwere Kruzifix vor der gemalten Landschaft ins Auge. Im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche völlig ruiniert. In den Jahren 1663 – 69 wurde sie wieder aufgebaut. Im Jahre 2001 wurde die Sanierung der Außenfassade abgeschlossen.



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