Kirche zu Weidenhain
Gemeinde Dreiheide
Sie wissen nicht, wo Dreiheide liegt
Im Zuge der Gemeindegebietsreform haben sich die 3 ehemals selbstständigen Orte Großwig, Süptitz und Weidenhain im Jahr 1994 zur Großgemeinde Dreiheide zusammengeschlossen.
Zusammen leben hier jetzt ca. 2.500 Einwohner. Das Gemeindeamt befindet sich in Süptitz.
Weidenhain, als W e y d e n vorm Holz, ist als flämische Siedlung erstmals 1151 erwähnt.
Das Weidenhain ursprünglich eine flämische Siedlung war, darauf weisen einige Hinweise aus der Geschichte, zum Beispiel der Flurname “Kleine Maaßen” oder auch der im Triumphbogen der Kirche freigelegte bevorzugte Schutzheilige der Flamen, der heilige Martin hin.
Wo Flamen siedelten, begegnen uns immer wieder diese Schutzheiligen wie der Heilige Martin oder der Heilige Nikolaus.
1212 wird Weidenhain erstmals als Dorfgemeinde erwähnt. Später wird dieser Ort als Pferdesiedlung bezeichnet. Zwischen 1200 und 1250 wird die Weidenhainer Kirche erbaut. Sie wurde als Friedhofskirche aus den in der Umgebung gefundenen Feldsteinen errichtet. Der Turm ist als Wehrturm gebaut, um den Einwohnern Schutz vor Überfällen zu geben.
Die Kirche ist eine romanische Gesamtanlage in Basilikaform mit reichlicher romanischer Innenausstattung. Bis heute hat sich ein Teil dieser Ausstattung in den Frescomalereien erhalten. Die Frescomalereien zeigen Christus den Weltenrichter mit den Zeichen des Gerichtes, Schwert und Lilie. Rechts und Links stehen die 4 Evangelisten mit den entsprechenden Symbolen. Unter dieser Gruppe stehen um den Altar herum die Jünger Jesu, jeder namentlich bezeichnet.
Weihekreuze an den Wänden weisen noch auf die vorreformatorische Zeit hin, wo auch diese Kirche katholisch war.
Knochenfunde im Altarraum weisen daraufhin, dass der Chor des Altarraumes vormals als Begräbnisplatz gedient haben könnte.
Weil der alte Taufstein nicht mehr auffindbar war, wurde aus einem alten Grabstein eine neue schöne Taufe gestaltet.
Ab 1371 untersteht Weidenhain unmittelbar den sächsischen Kurfürsten. Der Ort war nun öfters Mittelpunkt höfischer Jagden. Jagdschloß und Kirche werden oft in diesem Zusammenhang genannt. Das Schloß soll mitten im Ort gestanden haben. Heute künden davon nur noch der Schloßplatz und der Schloßteich.



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