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Kirche zu Pretzsch am Elberadweg

19 August 2010 678 views bisher keine Kommentare
Kirche Pretzsch

Kirche Pretzsch

Zum Namenstag des Hl. Nikolaus von Myra (4.Jh.), der als Schutzpatron aller zu Wasser Reisenden gilt, am 6. Dezember 1652, wurde die Stadtkirche wieder eingeweiht. Der Vorgängerbau, vermutlich eine dreischiffige gotische Hallenkirche, war während des Dreißigjährigen Krieges 1637 zerstört worden. In den Neubau wurden die Umfassungsmauern mit den Spitzbogenfenstern und der Triumphbogen mit einbezogen. Es entstand eine schlichte, balkengedeckte Saalkirche mit rechteckigem Chorabschluss. Kanzel und Altar wurden von dem Dresdner Bildhauer Johann Georg Kretzschmar in Sandstein geschaffen. Knapp 50 Jahre später – 1696 – zog die Gemahlin August des Starken, die Kurfürstin von Sachsen, Christiane Eberhardine, auf Schloss Pretzsch ein. Die Kirche ließ sie 1720 barock umgestalten und zog dazu den damals bedeutendsten Baumeister Sachsens, Matthäus Daniel Pöppelmann, heran. In der Kirche zeugen von ihm die Saaldecke mit den Wappen und dem großangelegten Monogramm der Königin, KCE, die kunstvolle Draperie am Fenster der Fürstenloge un der Turmhelm mit der Wetterfahne von 1736.  Als die Kurfürstin am 5. September 1727 erst

56-jährig starb, fand sie in der Pretzscher Kirche ihre letzte Ruhestätte, die auf  ihren Wunsch sehr schlicht gestaltet wurde. Zwei hufeisenförmige Emporen umgeben das Innere der Kirche. Ein Umgang über den Altarraum verbindet das Archiv mit der Königin-Loge, die jetzt als Winterkirche dient.

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