Kirche zu Neiden in der Elbaue am Elberadweg
Bei der Neidener Kirche handelt es sich um eine Saalkirche aus spätgotischer Zeit. Sie wurde 1618 bei einem Brand schwer beschädigt und erst in den Jahren 1656/57 wieder aufgebaut. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch der Chor, die Sakristei und die Logen an der Nordseite sowie der Dachreiter angebaut. In den Jahren 1861 und 1995 wurden Restaurationsarbeiten durchgeführt. Das Gebäude ist aus verputztem Bruchstein gebaut und verfügt über einen eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor. Die Strebepfeiler an der Westseite wurden vermutlich 1869 hinzugefügt. Der quadratische, ins Achteck übergehende Dachreiter endet mit einer geschweiften Haube und kurzer Spitze.
Im flachgedecktem Inneren finden sich zahlreiche Bemalungen aus der zweiten Hälfte des 17. Jh.s. Auf den Brüstungsfeldern der verglasten Loge sind Gemälde des Sündenfalls und der Auferstehung Christi zu sehen, des Weiteren Wappen des Johann Samuel Ringenhayn und seiner Frau, die mit der Jahreszahl 1686 bezeichnet sind. Die Sakristei verfügt über ein Kreuzgratgewölbe. Weitere Bemalungen mit Akanthusmotiven gibt es in den Rahmen von Loge, Altar und Kanzel zu betrachten. Sie sind einheitlich in Grau/Weiß gehalten. Der Ädikularrahmen des hölzernen Altars ist mit gemalten Darstellungen des Abendmahls aus dem Jahre 1657 verziert. Ebenfalls aus dem Jahre 1657 stammen die gemalten Figuren der Evangelisten und Propheten am Kanzelkorb und dessen Aufgang. Der kelchförmige Taufstein stammt aus dem Jahre 1677.



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