Kirche zu Gadegast
Das Dorf Gadegast, das seinen Namen von den Wenden, einer im 11./12. Jh. in der Region um Wittenberg siedelnden Volksgruppe aus dem Osten, erhielt, zählt etwa 250 Einwohner.
Die Kirche von Gadegast, ein Granitquaderbau mit eingezogenem Chor und Apsis, kann auf eine über 800-jährige Geschichte verweisen. Sie wurde in der ersten Hälfte des 13. Jh.s errichtet. Viele romanische Architekturmerkmale prägen den Stil dieser schönen Dorfkirche.
Die rundbogige Priesterpforte befindet sich im Chor, der ursprüngliche Haupteingang wurde vermauert. Die Fenster wurden um 1720 in einen spätbarocken Stil umgestaltet. Der schlanke quadratische Westturm wurde erst Mitte des 19. Jh.s angefügt. Das Innere der Kirche ist flachgedeckt und beherbergt einen runden Triumphbogen mit gotischer Rankenmalerei. Viele Elemente der Innenausstattung stammen aus der Zeit um 1820. Das sind die Hufeisenempore, die Kanzel, Gestühl und Sandsteintaufe. Sehenswert ist auch die neugotische Altarwand mit ihren seitlichen Durchgängen von 1883. Eine Retabel mit einem spätnazarenischen Christusbild schmückt den Altar. Die Ausmalung der Kirche ist von 1908. Eine Besonderheit ist die Wetterfahne mit dem Siegeslamm aus der Offenbarung des Johannes.



11.08.2010 Seyda heute …
Der Glockensachverständige der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland nimmt die neue Läuteanlage in Gadegast ab. Er ist zufrieden mit der Ausführung. Morgen berät der Gadegaster Gemeindekirchenrat die neue Läuteordnung. In diesen Tagen kam auch der Vorschlag, wieder eine zweite Glocke in den Gadegaster Kirchturm zu bringen. Dazu traf der Glockenspezialist erste Vorbereitungen.
nach einem Bericht auf http://www.seyda.de
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