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Kirche zu Apollensdorf

18 Juli 2010 1.231 views bisher keine Kommentare
Aussenansicht dser Kirche zu Apollensdorf

Aussenansicht der Kirche zu Apollensdorf

Apollensdorf, ein Vorort an der westlichen Peripherie der Lutherstadt Wittenberg, besitzt wohl eine der schönsten Dorfkirchen im Landkreis Wittenberg. Zu diesem Urteil gelangt der Besucher rasch, denn die sanierte Kirche und das gepflegte Umfeld rund um das Gotteshaus fallen angenehm ins Blickfeld.
Ein wenig abseits der Bundesstraße 187, im alten Dorf gelegen, deutet alles auf den romanischen Ursprung jener sorgfältig geschichteten Feldsteinkirche hin.

Zwischen 1200 und 1230 datiert die Entstehung des dreiteilig gestuften Bauwerks mit Saal, eingezogenem Chor und eingezogener Apsis.

Wie es mit der Baukunst unserer Altvorderen bestellt war, davon zeugen die verblüffenden Ergebnisse von computergestützten Aufmessungsarbeiten an der Apollensdorfer Kirche. Nur wenige Millimeter Abweichungen in der Vertikalen zeugen von Exaktheit in der Bauausführung. Auch beim Bau der Apsis kann man von Präzision sprechen.

Als schmückendes Detail erweist sich ein abgetrepptes Rundbogenportal. Die original romanischen Fenster sucht man indessen vergebens. Nur die der Apsis stammen aus jener Zeit. Alle übrigen Fenster wurden im späten 17. Jahrhundert auf die jetzige Größe erweitert.

Schlicht, wie der gesamte Kirchenbau, ist die Innenausstattung. Dazu zählt auch der dem Barock zuzuordnende Taufstein aus dem Jahre 1667. Das Kirchengestühl wurde Anfang der 90er Jahre mit Unterstützung der Partnergemeinde Koseca (Slowakei) erneuert.

Der Radwanderer auf dem Elberadweg – dieser führt durch Apollensdorf – dürfte indessen um ein Zwischenstopp an dieser reizenden kleinen Dorfkirche nicht umhin kommen.


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