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Kirche Trossin am Rande der Dübener Heide

15 August 2010 725 views bisher keine Kommentare
Kirche Trossin 2004

Kirche Trossin 2004

Die erste urkundliche Erwähnung des Heidedorfes stammt aus dem Jahre 1237.

Die ev. Pfarrkirche in Trossin ist eine weiträumige Saalkirche von 1776. Es ist ein Putzbau mit 3/8-Schluss und einem Logenanbau an der Nordseite. Der Westturm über quadratischem Grundriss ist im Obergeschoss oktogonal, als Abschluss sehen wir eine geschweifte Haube mit Laterne und großen rundbogigen Fenstern. Im Inneren ist sie flachgedeckt. An drei Seiten befinden sich Emporen, welche an den Längsseiten zweigeschossig sind. Die Ausstattung ist weitgehend einheitlich aus der Erbauungszeit. Kanzelaltar in Ädikula- Aufbau mit gedoppelten Pilastern, verkröpften Architrav, gesprengtem Schweifgiebel und Gloriole.

Die ursprüngliche Bemalung aus hängenden Blumengebinden am rechten Pilaster ist stellenweise freigelegt. Auf den Feldern der Taufe befinden sich reliefartige geflügelte Engelsköpfe sowie Taufkinder mit Kartuschen aus dem 17.Jh. Weiterhin kann man drei Buntglasfenster mit Darstellung der Taufe Christi, des thronenden Christus und der Emmausjünger sehen. In einem Fenster befinden sich auch zwei Porträtmedaillons mit dem Gutsbesitzer-Ehepaar Küstner.

Die Orgel von Johann Gottlob Maurer aus Leipzig stammt aus dem Jahre 1776. Unter der 1000-jährigen Eiche auf dem Friedhof predigte schon Martin Luther. Hier befinden sich auch die Grabstätten der Gutsbesitzerfamilie und ein Kriegerdenkmal. Ein Kleinod ist der Brunnen am Eingang des Friedhofes, welcher durch Wasser aus dem Schlossteich gespeist wird.

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