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Ein Ausblick

[4 Jul 2010]

Historie & Kultur an der Mitteldeutschen Kirchenstrasse

Ausblick

Kirchen in Städten und Dörfern aufzufinden, dürfte in der Regel unproblematisch sein. Ihre Dächer und Türme überragen vielfach die anderen Baulichkeiten. Die mittelalterlichen Bauordnungen der Städte bestimmten, daß keines der städtischen Gebäude die Kirche an Höhe übertreffen dürfe! Dies änderte sich freilich in späteren Jahrhunderten, als Rathaus- und Stadttürme, Schloßkuppeln und -türme und schließlich die Schornsteine der Fabriken, Silos und Hochhäuser des Industriezeitalters die Stadtbilder zu verändern begannen. Dennoch sind eine große Zahl von Kirchen in historischen Stadt- und Dorfkernen geblieben. In ihnen versinnbildlicht sich die Geschichte ihres jeweiligen Ortes, viele von ihnen zählen zu den Bau- und Kunstdenkmalen.

Lassen wir also die berühmte Kirche im Dorfe:
Betrachten wir in diesem Vorhaben “Mitteldeutsche Kirchenstrasse” eine Auswahl von Kirchen im Hinblick auf ihre baukünstlerische Wertigkeit und kunstgeschichtliche Bedeutung. Damit sei weder ein Bautenverzeichnis noch ein Kunstführer geschaffen, weder eine regional- noch kirchengeschichtliche Schrift auch nur in Ansätzen versucht.Vielleicht werden wir nicht einmal ganz dem gerecht, was unsere Landschaft auszeichnet: das dichte Netz historisch und baukünstlerisch interessanter Kirchenbauten umfassend darzustellen. ..

Diese Homepage will den Touristen wie den hier regional Ansässigen einfach anregen, den Blick einmal auf die schönen großen und kleinen Kirchenbauten im ehemals kursächsischen Raum zwischen Torgau und Wittenberg zu richten, die Schritte einmal in die eine oder andere Kirche zu lenken.

Manches wird er dann in den kurzen Texten dieser Internet-Galerie erläutert finden, manches dazu entdecken. Spezielles wird ihm nur die wissenschaftliche Literatur vermitteln. Ein Stück unserer Kulturgeschichte aber wird der Besucher einer jeden Kirche kennenlernen.

Allein aus dieser kleinen Einführung, aus dieser zeitgeschichtlichen Darstellung großer Kirchen, kleiner Dorfkirchen, neu erschlossener und genutzter Sakralbauten verdeutlicht sich für den Betrachter, Besucher und Touristen die Frage, wie und wann man Kirchen und einstige kirchliche Bauwerke besichtigen kann.

Katholische Kirchen sind in der Regel ständig geöffnet, sodaß ihr Besuch fast immer möglich ist.

Während der gottesdienstlichen Handlungen sollte der Tourist allerdings Zurückhaltung und Verständnis für die Einschränkung seiner Wünsche aufbringen.

Dies gilt auch in den evangelischen Kirchen. Entgegen den katholischen sind sie jedoch überwiegend verschlossen und nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Meist aber befinden sich in unmittelbarer Nähe die Wohnung eines Gemeindemitgliedes oder das Pfarramt. Hier wird man dem Besucher gern den Kirchenraum öffnen.

Er sollte indes in keiner Kirche “auf eigene Faust” sich mit den Ausstellungsstücken und “Kunstwerken” befassen. Die Kirchen sind zwar ihrem Status nach keine Museen – abgesehen von den großen kirchlichen Kunstsammlungen in Halberstadt, Brandenburg, Quedlinburg .. -, ihre Kunstwerke stehen aber unter kirchlichem und staatlichem Denkmalschutz.

Denkmal bezeichnet dabei den Wert, Schutz der Notwendigkeit, die Dinge zu bewahren. Die Berührung vieler Hände würde die originalen oder restaurierten Fassungen von Plastiken, die Oberfläche von Altargemälden über Gebühr belasten.

Neuerdings macht uns das Signet “Offene Kirchen” auf verläßlich geöffnete Kirchen aufmerksam.
Außerhalb der Gottesdienstzeiten öffnen immer mehr Kirchen ihre Türen, damit Menschen hier Stille und Erholung, Ruhe und Besinnung erfahren können. Die verlässlich geöffneten Kirchen sind mit diesem Signet ausgestattet.

Quellen
Einleitende Bemerkungen zum Bildband
Dome, Kirchen, Schlösser auf dem Gebiet der ehem.DDR
Ehem. VEB Tourist Verlag Berlin/Leipzig – 1984 -

Eigene Einfügungen