Grußwort des Altbischofs der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen
Herzlich grüße ich alle, deren Wege Sie auf der Mitteldeutschen Kirchenstraße entlang führen, seien Sie nun zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Auto unterwegs.
Es ist schon etwas besonderes, neben einer „Straße der Romanik“ oder einer „Deutschen Alleenstraße“ eine Mitteldeutsche Kirchenstraße zu haben.
Nicht die großen Kirchen und Dome, nicht die über die Landesgrenzen hinaus bekannten Schlösser haben sich die „Kirchensträßler“ vorgenommen. Es sind die kleinen, am Rande stehenden Dorfkirchen, die kleinen kunsthistorischen und baugeschichtlichen Besonderheiten mit manch einer Kuriosität und mancher liebevollen Ausgestaltung.
Sie prägen unsere Landstriche, waren lange und sind wieder die Orte, an denen sich ein Heimatgefühl merken lässt. Durch die Jahrhunderte hinweg waren die Kirchtürme ganz selbstverständlich die Orientierungspunkte. Wer „seinen“ Kirchturm gesehen hat, wer „seine“ Turmuhr schlagen hörte, der wusste sich bald zu Hause.
Unsere Zeit ist in manchem hektischer geworden. Die Kirchen als Gebäude – und hoffentlich auch die Menschen, die in ihnen Einkehr nehmen, – lassen sich von dieser Hektik nicht beeindrucken. Ihre Zeit ist unabhängig von konkreten Uhrzeiten und vollen Terminkalendern. Kirchen sprechen uns an, aus einer Jahrtausende währenden Geschichte heraus mitten in unsere Leben hinein.
Ich wünsche Ihnen allen, die Sie auf der Straße und in die Kirchen unterwegs sind, dass dieses Gefühl der besonderen Zeit unter Gottes Dach sich einstellen möge.
Ihr
Axel Noack
Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen.
Gewidmet und Geschrieben im Jahre 2007 anlässlich der Herausgabe der 1.Auflage des Kirchenführers Mitteldeutsche Kirchenstraße


Bitte verfassen Sie nun Ihren Kommentar oder Ihre Mitteilung!
You must be Einloggen um Kommentar zu schreiben.